Wichtiger Sieg gegen den Abstieg

C1 des FC Schwedt punktet erneut gegen Eberswalde

Eine Runde weiter

Viertelfinale erreicht



Es gibt mitunter sportliche Wettbewerbe, die trotz einer langen Tradition immer mal wieder auch eine Premiere erleben. Dies traf jetzt bei der 20. Auflage des Zwei-Bahnen-Vergleichs der uckermärkischen Kegler zu, der erstmals vom Team des FC Schwedt gewonnen wurde.


JÖRG MATTHIES (MOZ) / Foto MOZ

Seit 1998 treffen sich Bohle-Spezialisten aus der Kreisstadt und Classic-Kegler aus Schwedt zu einem zweiteiligen Leistungsvergleich: Jeweils 100 Kugeln werden auf den jeweiligen Bahnen gespielt - die addierten Resultate ergeben das Gesamtergebnis in der Team- und Einzelwertung. Zehnmal hatte bisher SSV PCK Schwedt die Nase vorn, sieben Mal gewann der KSV und zweimal der ESV Prenzlau. Ausgerechnet bei der Jubiläumsauflage gelang nun dem FC Schwedt erstmals der Triumph, womit nach dem ersten Teil in Prenzlau allerdings schon nicht mehr zu rechnen war. Mit fast 350 bzw. knapp 280 Holz lagen die Teams aus der Kreisstadt nach ihrem Heimauftritt vorn. Dies schien im zweiten Teil unaufholbar.

Auf der PCK-Bahn in der Breiten Allee deutete sich dann allerdings schon beim jeweils ersten Starter an, das da noch etwas möglich war: Als Enrico Kierstein (KSV/181) und Angela Eckmann (ESV/264) die Bahnen verließen und auf Jürgen Winter (420/PCK) und Eckhard Beer (FCS/363) schon erheblichen Boden einbüßten, begann so mancher schon mit dem Rechnen.

Und tatsächlich: Nach dem dritten Kegler jeder Mannschaft sah das Gesamt-Klassement bereits völlig verändert aus: Der FC Schwedt hatte den KSV bereits um drei Holz überholt und lag nur noch 43 Zähler hinter dem ESV sowie mehr als 100 Holz vor Ortsrivale SSV PCK. Senioren-A-Landesmeister Thomas Schulz erfüllte beim FCS mit 433 Kegeln vollauf die Erwartungen - da konnte Herbert Wolter (ESV/343) nicht mithalten. Und für den KSV reichte die großartige Leistung von Jörn Schwichtenberg (387) auch nicht aus, um das Klassement noch entscheidend zu beeinflussen. Für seine Mannschaft blieb - um zwei Holz vom Ortsrivalen bezwungen - nur Rang 3. Richtig knapp ging es auch in der Gesamt-Einzelwertung zu: Schulz kam Schwichtenberg ganz nah, unterlag letztlich in diesem Duell als Tagesbester in Schwedt um einen einzigen Zähler.

Bei einem solchen Jubiläum ist auch ein kleiner Blick in die Historie angebracht: Insgesamt stehen bereits 98 Namen in den Teilnahme-Protokollen, wobei in den Anfangsjahren noch mit sechsköpfigen Teams gekegelt wurde und zeitweilig pro Verein auch mehr als eine Mannschaft auf die Bahnen ging.

Einen einzigen Kegler gibt es, der an tatsächlich allen 20 Vergleichen teilgenommen hat: Lothar Eberling von der SSV PCK. Er hält zugleich auch eine weitere Bestmarke: Mit 1133 Zählern hat Eberling, der schon viermal die 1100er-Schallmauer durchbrach, 2014 das bisher höchste Gesamtergebnis auf zwei Bahnen erreicht. Ihm folgen sein leider bereits verstorbener Vereinskamerad Karl-Heinz Klaube (2009/1126 Holz) sowie der diesjährige Einzelgewinner Jörn Schwichtenberg (2011/1125 Holz). Der Prenzlauer ist mit fünf 1100er-Resultaten alleiniger Rekordhalter. Auf bisher 19 Teilnahmen kommt der "Erfinder" des Wettbewerbs, Dietmar Michaelis (FCS) - ausgerechnet im 20. Jahr konnte er jetzt verletzungsbedingt nicht mit an den Start gehen.

An diesem Sonnabend fällt nun die erste Saisonentscheidung bei den Classic-Keglern, wenn am Sonnabend in der Waldsportanlage der Kreispokal ausgespielt wird. Vier jeweils vierköpfige Teams wetteifern um die höchsten Punktzahlen.





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