Der FC Schwedt verliert sein Heimspiel gegen B/W Petershagen/Eggersdorf mit 1:3.


MARCUS ERBEN

Um es vorweg zu nehmen-es wurde nicht das von vielen erwartete Spitzenspiel. Das dem nicht so war, lag vor allem an den Gastgebern, welchen es über die neunzig Minuten gesehen nicht gelang die Gäste entscheidend unter Druck zu setzen. Diese wiederum profitierten von einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen (bei den ersten beiden Treffern) und demonstrierten höchste Effektivität und Abgeklärtheit beim Ausnutzen der dargebotenen Tormöglichkeiten.

Die Gastgeber zuerst gegen den böigen Wind spielend starteten schwungvoll in die Partie. Latuszek diesmal neben M. Lapinski als zweite Sturmspitze aufgeboten bekam aber beim ersten Schußversuch nicht genug Druck auf die Kugel (7.), kein Problem für B/W Keeper Julius Meinhold. Beim üblen Foul an Kargol in aussichtsreicher Position blieb die Pfeife von Referee Sebastian Werner (Hennigsdorf) stumm (10.). Auch den nächsten Versuch von M.Adamczak nach feiner Hackenvorlage von M.Lapinski fischte sich der Keeper der Doppeldörfler (14.). Auf der Gegenseite drohte das erste Mal Gefahr, als T.Lapinski nach einer Eingabe gegen den anstürmenden Dingeldey im letzten Moment klärend dazwischenfuhr (19.). Dann setzte Tarasewicz weit in der eigenen Hälfte zum Solo an und wurde kurz hinter der Mittellinie von den Beinen geholt. Statt des erwarteten Freistoßes gab es den gelben Karton für den verdutzten Polen (28.). Eine der vielen eingangs erwähnten Fehlentscheidungen aus Sicht der Gastgeber. Und da der Referee auch recht großzügig das Zweikampfverhalten der Gäste ( hier insbesondere Traue !) tolerierte, gelang es den Gästen immer wieder entscheidend den Spielfluss der Gastgeber zu stören. Und als der FC gerade eine Doppelchance durch Latuszek und Tarasewicz vergeben hatte, schlugen die Doppeldörfer zu. Nach vorangegangenem (nicht geahndeten) Foul an St. Liermann spielte Ulrich völlig unnötig Hand. Der daraus resultierende Freistoß aus gut vierzig Metern (!) flog mit kräftiger Windunterstützung von Sobotta getreten an Freund und Feind vorbei und landete zum 0:1 im langen Eck (34.). Der FC hatte sich kaum geschüttelt, da schlug es erneut ein.

Ausgangspunkt ein (glas)klares Foulspiel auf Höhe der Mittellinie gegen einen Schwedter – erneut blieb die Pfeife stumm. Die cleveren Gäste spielten gegen diskutierende Schwedter weiter, letztendlich traf Silvan Küter eiskalt zum 0:2 (39.). Es blieb beim 0:2 zur Pause, weil auch die Kopfbälle sowohl von Kargol, als auch von Tarasewicz jeweils zur Ecke geklärt wurden. Ging da noch was in Hälfte Zwei ? Neu motiviert kamen die Gastgeber aus der Kabine. Bei Ulrich`s Eingabe kam M.Lapinski den berühmten Schritt zu spät (50.). Doch als ein T.Lapinski Freistoß zu kurz abgewehrt wurde, musste der aufgerückte M.Liermann eigentlich das 1:2 machen. Völlig freistehend verzog er aus Nahdistanz (57.). Wie Effektivität aussieht demonstrierte der Gast. T.Lapinski rutschte beim Abwehrversuch weg, den Schußversuch von Guggenberger konnte Klonowski zwar noch klären, doch kein Schwedter kümmerte sich um den nachsetzenden Traue der aus Nahdistanz zur Entscheidung traf -0:3 (62.). Zwar konnte man den Gastgebern den Willen zur Ergebniskorrektur nicht absprechen, doch mehr als der (viel) späte Ehrentreffer durch einen schönen Iskra-Kopfball gelang Ihnen nicht. Oft zu ungenau im Spielaufbau, ohne den nötigen Druck zum Tor, hier und da auch vereinzelte Konzentrationsfehler-so versandeten einfach zu viele gutgemeinte Aktionen unnötig. Den cleveren und sehr effektiven Gästen genügte so eine durchschnittliche Leistung um auch im Spiel Nr. 19 ungeschlagen zu bleiben und weiter vom Aufstieg träumen zu dürfen.

FC : Klonowski; T.Lapinski; S.Liermann; Tarasewicz; Adamczak; M.Liermann; Ulrich;Latuszek (65.Iskra) ;Fuchs ( 74. Glubs) ; Kargol; M.Lapinski





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