Gegen den SC Oberhavel Velten gelang ein deutlicher 3:0-Heimerfolg.


MOZ / C. Voigt (Foto und Text)

Trainer sind dann zufrieden, wenn ihre Mannschaft die Vorgaben vorwiegend mit viel Leidenschaft und Spiellust umsetzen, und das war heute so", fasste FCS-Coach Tomasz Lapinski das Gesehene kurz zusammen.

Das Schwedter Team musste die erste Halbzeit gegen den starken Wind bestreiten. Es galt vor allem, ein Gegentor zu vermeiden und hier und da Nadelstiche in des Gegners Hälfte zu setzen. Im Bemühen, beiderseitige Mittelfeldhoheit zu erlangen, waren die ersten fünfzehn Minuten von vielen kleinen Foulspielen gekennzeichnet. Vor allem Darren Dungs auf Seiten der Gäste schien das Maß des Schiedsrichters ausloten zu wollen, doch wurden mehrere härtere Foulspiele nicht mit einer persönlichen Strafe geahndet. Diese Großzügigkeit des Templiner Schiris Paul Petermann sollte sich als negativ für den späteren Spielverlauf erweisen. Mit Windunterstützung landeten Veltener Torschüsse von Nino Purrmann ((14., 26.) und Steven Goetsch (20.) weit neben dem Schwedter Gehäuse. Ein weiterer Torschuss von Maurice Duhme landete auf dem oberen Tornetz (30.). Die Gastgeber versuchten mit einem Spielaufbau aus der eigenen Hälfte dem Gegenwind zu trotzen. Nach einem Eckball von Philipp Ulrich und dem Drehschuss von Nico Hanse musste Gästetorwart Kenneth Hinze zum ersten Mal ernsthaft zupacken (16.). Nachdem Bjarne Zenk in der eigenen Hälfte den Ball eroberte, fand er keine Anspielmöglichkeit – die Gegner pressten zu dritt gegen den Ball und Bartosz Klonowski musste sein ganzes Können beim Torschuss von Salim Abderrahmane aus Nahdistanz aufbringen (36.). Mit viel Geschick verteidigte der FCS das torlose Unentschieden bis zur Halbzeitpause.

Mit Beginn der zweiten Spielhälfte ließ zunächst die Windstärke nach und so entwickelte sich in der ersten Viertelstunde ein offener Schlagabtausch. Nach Balleroberung von Michal Adamczak an der Mittellinie streckte er den Ball durch zu Michal Studzinski. Seinen Torschuss parierte der Gästekeeper stark (47.). Klonowski im Tor der Oderstädter vereitelte den Torschuss von Abderrahmane im Gegenzug auf der Torlinie. Radoslaw Stasiak verpasste das Tor knapp nach Vorlage von Hanse (52.). Nach einem Einwurf auf der rechten Seite von Lukasz Kargol nahm Hanse die Kopfballverlängerung von Zenk mit, flankte auf den langen Pfosten, doch landete die Ulrich-Direktabnahme knapp über dem Tor (59.). Ein Diagonalpass von Kargol nahm Studzinski mustergültig an, dribbelte durch bis zur Grundlinie – die Flanke über den Gästekeeper schoss Ulrich mit einem Dropkick wieder knapp über den Querbalken (63.). Aller guten Dinge sollten heute Drei sein. Nach Zuspiel aus dem Mittelfeld legte Hanse den Ball im Strafraum quer – der einlaufende Ulrich vollendete endlich mit straffem Torschuss zum verdienten 1:0 für die Oderstädter (60.). Nun begann die Zeit, in der die Gäste stets und ständig mit dem Schiri-Kollektiv haderten. Jede Entscheidung kommentierten sie und brachten sich selbst aus dem Rhythmus. Einen scharf getretenen Ulrich-Freistoß zentral aus etwa 30 Metern ließ Oberhavel-Keeper Hinze abprallen – Hanse schaltete am schnellsten und netzte zur 2:0-Führung ein (69.). "Wieder haderten die Gäste mit dem Schiedsrichter ob einer vermeintlichen Abseitsposition, doch beim Freistoß von Ulrich verharrten alle Spieler in der Mauer der Veltener und es hätten durchaus weitere FCS-Spieler einnetzen können, also eindeutig kein Abseits", erzählte Co-Trainer Uwe Zenk.

Die folgenden wütenden Angriffsbemühungen der Gäste wurden jeweils von Abwehrbeinen der Oderstädter gut geblockt. Konter der Platzherren blieben zunächst ungenutzt (Studzinski 76., Kargol 82.). Liermann wehrte einen Schussversuch von Duhme ab. Der Konter landete bei Ulrich, der auf Stasiak ablegte. Dessen erneute Ablage nahm Adamczak auf, der in seiner unnachahmlichen Art einen Gegenspieler umkurvte und zum verdienten 3:0 einschoss (89.).


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