„Wo sind diese spielerisch hochklassigen Duelle dieser beiden Teams gegeneinander geblieben?“, fragte sich FCS-Trainer Uwe Zenk.

MOZ:

Man könnte den Verlauf des Spiels auch auf einen kurzen Nenner bringen: Ein tiefer, ungewöhnlich  schlecht  präparierter Platz ist vorteilhaft, wenn einfach nur verteidigt werden soll. Die Schwedter Jungen erspielten sich eine Vielzahl von Einschussmöglichkeiten, doch rutschte entweder der Standfuß des Schützen weg oder aber der „hoppelnde“ Ball wurde schlecht oder gar nicht getroffen. Bis auf eine seitens der Gastgeber strittige Abseitssituation nach direktem Zuspiel zwischen die FCS-Innenverteidiger, wurden die Gastgeber nur bei Standards (Ecken, Freistößen) dank ihrer Körpermaße gefährlich.  Am Ende entschied der eine, souverän bis zum Ende durchgezogene Spielzug über Sieg und Niederlage. Eine  tolle Doppelpass-Kombination zwischen Michal Przybylski und Lukas Drews vollendete Letzterer mit einem Torschuss ins lange Eck (46.)

Nach sechs Minuten setzte sich  Markus Heise im Zweikampf auf der linken Seite durch, spielte Lukas Drews an. Drews dribbelte an der Grundlinie entlang, legte den Ball zurück auf Felix Seidel, der jedoch vertendelte. Kurz darauf kam Heise erneut über links, verpasste aber den Flankenzeitpunkt. Drews eroberte den Ball zurück, spielte zu Seidel, der sich wieder bis zur Grundlinie durchsetzte. Die Flanke traf auf Daniel Weißer, der den Ball zum einlaufenden Robin Kluth ablegte. Mit dem schwächeren linken Fuß ging sein Torschuss am linken Pfosten vorbei. Eine lange Flanke kam über die Strafraumbreite von linker Seite zu Seidel, doch er zielte knapp neben den Pfosten (14.). Seidel konnte wieder eine Balleroberung im Mittelfeld erzielen, dribbelte bis zur Grundlinie, doch sein Torschuss erfolgte genau auf den Lok-Keeper (16.) und Heise zielte aus 16 Metern weit am Tor vorbei (19.). Auf der Gegenseite brachten die Schwedter Jungen zwei gegnerische Eckbälle in Folge aus der Gefahrenzone (23.). Der FCS blieb im Vorwärtsgang, doch Staatz überhasteter Torschuss ging rechts vorbei. Die nächste Möglichkeit besaß der Gastgeber. Kapitän Darren Kaßner befand sich beim Abschluss jedoch im Abseits (32.). Dann gab es erneut zwei Eckbälle für die Lok, doch diese wurden zu lang geschlagen und verpufften (36.). Toni Brischa legte einen vermeintlich schon gesicherten Ball dem Lok-Gegner in die Füße. Der Schuss von Niels Köpke landete in die Arme von FCS-Keeper Szymon Pajak. Eine Kombination von Robin Kluth, Weißer und Marc-Philipp Prillwitz endete mit einem schwachen Torschuss, der von Lok-Keeper Jakob Müller ohne Mühe aufgenommen wurde. Dann ging es in die Pause.

Mit der zweiten Halbzeit wechselte Trainer Zenk Maxim Kath für Markus Heise und Michal Przybylski für Marc-Philipp Prillwitz ein. Kurz nach dem Anpfiff herrsche ein Ballgewühl am FCS-Strafraum. Der Ball gelangte in die Schnittstelle zwischen die Innenverteidiger – der Schiedsrichter gab Abseits in der ersten Situation und nicht nach Rückspiel des Schwedter Spieler in der zweiten Situation. Es herrschte kurze Aufregung (44.). Der in der zweiten Hälfte eingewechselte und überragende Spieler in Schwedter Team, Michal Przybylski, eroberte im rechten Mittelfeld den Ball und spielte eine Doppelpass-Kombination mit Drews. Aus halbrechter Position im Strafraum vollendete Drews ins lange Eck zum 0:1 (46.). Eine Minute später gab es Freistoß für die Barnimer. Aus 25 Metern brachte Jannis Theodor die Kugel auf das Tor – FCS-Torsteher Pajak faustete den Ball ab, dann klärte Hannes Wolff (47.). Als Staatz eine Flanke genau auf den Kopf von Seidel brachte, köpfte der knapp am Tor vorbei (48.). Dann überlief Loks Niels Köpke den ansonsten in den Zweikämpfen sehr souveränen Maxim Kath und legte den Ball zurück auf Joshua Winkler, dessen Torschuss von Pajak sicher gehalten wurde(52.). Ole Löffler, Weißer und Przybylski lieferten über eine gute Kombination das Zuspiel für Drews, der jedoch daneben zielte (53.). Nach einem Foulspiel an Przybylski an der Strafraumgrenze gab es einen Freistoß, der von Staatz unzureichend ausgeführt wurde (58.). Noch einmal Wechsel auf Schwedter Seite: Rafal Blaz ersetzte Drews (63.) und später kam Tom Zander für Weißer (75.). Przybylski setzte sofort Blaz in Szene, doch dessen Torschuss flog links am Tor vorbei. Den letzten Torschuss nach unnötigem Freistoß setzte Jannis Theodor ab – erfolglos.

Fazit von Zenk: „Am Ende war es ein unnötig spannend gehaltenes Spiel. Wir nehmen diesen „dreckigen“ Sieg und die drei Punkte mit und wissen, dass wir in der kommenden Woche im Heimspiel insgesamt souveräner auftreten müssen! Besonders stark war heute Michal Przybylski, mit dessen Einwechslung mehr Struktur und Zug in unsere Offensivaktionen kam.“


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